Der Begriff „Riester-Rente“ verdankt seinen Namen dem ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, der im Zuge der Renten-Reform von 2000/2001 die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge vorschlug. Dabei handelt es sich um eine Rente, die vom Staat zwar gefördert, aber ansonsten privat finanziert wird. Anlass war eine Kürzung der Rentenansprüche von 70% auf 67%, zu der sich der Gesetzgeber aufgrund der immer weiter steigenden Zahl der Rentner gezwungen sah, nachdem die Anhebung der Beiträge zur Rentenversicherung irgendwann an ihre Grenzen gestoßen war.

So wurde also im Jahre 2002 die sogenannte Riester-Rente eingeführt, um die Lücken zu schließen, die infolge der demografischen Entwicklung mit einem drastischen Zuwachs an
Rentnern unter der Bevölkerung unausweichlich sind. Die staatliche Förderung kann dabei auf zweierlei Arten erfolgen: Entweder in Form einer Zulage, die es sowohl für jeden berechtigten Erwachsenen als auch für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt. Oder es wird ein steuerlicher Sonderabgabenabzug gewährt.

Die Höhe der Zulagen richtet sich nach dem prozentualen Anteil der eingezahlten Rentenbeiträge am sozialversicherungspflichtigen Einkommen. Ab dem Jahr 2008 sind es vier Prozent des Bruttoeinkommens vom Vorjahr, die im Rahmen einer privaten Altersvorsorge gespart werden müssen, um in den Genuss der vollen Förderung zu gelangen. Wer darunter liegt, wird in einem entsprechend geringerem Maße vom Staat gefördert.

Die aktuell gültigen Zulagen im Überblick:

  • Staatliche Grundzulage pro Sparer: 154 Euro
  • Zulage pro Kind: 185 Euro (300 Euro für ab 2008 geborene Kinder)
  • Zulage für Riester-Sparer, die bei Vertragsabschluss höchstens 25 Jahre alt sind: 200 Euro
  • Gesamtbeitrag zur Erzielung der maximalen Zulage: 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres
  • Steuerlich absetzbarer Höchstbeitrag: 2.100 Euro

Vor einem Riester Rente Vergleich sollte man sich entscheiden, in welcher Form der Riester-Rente man sparen will, denn es gibt folgende Varianten: Riester Banksparplan, Riester Fonds als Sparplan sowie die Riester Rentenversicherung. Jüngere Personen sollten zu einem Riester Fondssparplan greifen, während für ältere Versicherungsnehmer die Varianten Banksparplan oder Riester Rentenversicherung mehr Sicherheit bieten.

Auch bei der Anlageform der Altersvorsorge selbst müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden, damit die entsprechende Förderung auch gewährleistet ist. So verlangt der Gesetzgeber z.B. einen gewissen Grad an Sicherheit, d.h. das Minimum die Auszahlungssumme der Riester Rente darf nicht unter dem eingezahlten Kapital liegen. Zum anderen darf die Auszahlung nicht vor Eintritt des Rentenalters bzw. frühestens ab dem 60. Lebensjahr beginnen.

Wir helfen Ihnen dabei gerne.