Private Krankenversicherung


Die Private Krankenversicherung ist eine Form der Absicherung gegen Krankheitskosten bei einer privaten Versicherungsgesellschaft. Die Zielgruppe setzt sich zusammen aus Arbeitnehmern, deren jährliches Vorjahresbruttoeinkommen ab 2012 in den letzten drei Jahren die Grenze von 45.900 Euro überschritten hat. Aus Beamten sowie Selbständigen oder Freiberuflern, wobei hier aber kein Mindesteinkommen verlangt wird. Dabei können grundsätzlich drei Typen unterschieden werden: die Vollversicherung, welche die Gesamtkosten im Krankheitsfall deckt, die Teilversicherung, bei der die Kosten nur zu einem bestimmten Teil übernommen werden sowie die Zusatzversicherung, die als Ergänzung für Pflichtversicherte gedacht ist, z.B. in der Form vom Krankenhaustagegeld.

Anders als bei der gesetzlichen erfolgt die Berechnung der Beiträge für die private Krankenversicherung unabhängig von der Einkommenshöhe. Stattdessen gibt es eine Reihe von Kriterien, nach denen die Prämie für eine private Krankenversicherung festgesetzt wird. Dazu zählen z.B. Alter und Geschlecht, Gesundheitszustand und nicht zuletzt der Leistungsumfang.

Für den Personenkreis der Arbeitnehmer gilt: der Arbeitgeberanteil beträgt ähnlich wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung 50 %, allerdings darf dabei der Höchstsatz der gesetzlichen Kassen nicht überschritten werden. Bei Beamten wird vom Dienstherrn ebenfalls ein Zuschuss geleistet, dieser liegt bei 50% – 80%. Und da dieser im Falle einer gesetzlichen Versicherung nicht gewährt wird, ist für diese Berufsgruppe die private Krankenversicherung die einzige Möglichkeit der Absicherung.

Wie jeder Preisvergleich oder Test zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ergibt ist sehr zum Vorteil des Privatversicherten das Leistungsspektrum bei niedrigerem Beitrag in der Regel größer als bei den Gesetzlichen, vorausgesetzt es wurde auch das entsprechende Tarif gewählt. Wichtig ist dabei auch, dass sich potenzielle Versicherungsnehmer bei der Wahl des Versicherers nicht nur vom Preis leiten lassen, sondern zum Beispiel auch das Rating durch unabhängige Agenturen als Entscheidungsgrundlage nutzen.

Die Abrechnung für die in Anspruch genommene ärztliche Hilfe erfolgt ohne Vorleistung des Versicherten. Bei stationärer Behandlung rechnet das Krankenhaus direkt mit der Versicherung ab; nach einem Besuch in einer Arzt- oder Heilpraktikerpraxis bekommt der Patient eine Rechnung zugeschickt, die er an seine Versicherung weiterleitet. Lediglich für Medikamente ist eine Vorauszahlung zu leisten, die nach Einreichung der Quittung von dem Versicherer im Nachhinein beglichen wird.

Bei der Beantwortung der Frage, ob sich für Sie eine PKV lohnt oder nicht, und was bei der Auswahl geeigneter Tarife zu beachten ist, helfen wir Ihnen gerne.

Tarifbausteine privater Krankenversicherungen
Privatpatienten genießen gegenüber Kassenpatienten Vorzüge bei der Betreuung. Das Klientel der Privatpatienten umfasst neben Politikern, Beamten und Selbständigen auch die Besserverdiener,  die über drei Jahre hinweg ein gewisses Mindestbruttogehalt vorweisen können.

Rund 40 private Krankenversicherungen buhlen um die Gunst der Patienten mit verschiedenen Tarifen. Darunter fallen Einsteiger-, Options-, Quoten-, Hausarzt und Normaltarife.

Vor allem letztere werden durch Tarifbausteine optimiert. Diese Elemente müssen allerdings korrekt auf die gesundheitliche, berufliche und finanzielle Situation des zu Versichernden abgestimmt sein, so dass Deckunglücken vermieden und die Beiträge optimiert werden:

  • Ambulante Leistungen: Kosten für Arztbesuche sowie für Medikamente und Heilmaßnahmen sowie für Seh-, Heil- und Hilfsmittel werden durch die PKV übernommen. Abhängig von Tarif und Versicherer werden auch Behandlungskosten bei Heilpraktikern und Psychotherapeuten sowie Kuren und, im Rahmen der gesetzlichen Programme, gewisse Vorsorgemaßnahmen abgedeckt.
  • Krankentagegeld: Bei Krankheit erhalten Angestellte nur bis zum 43. Tag die Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Ab dem 43. Tag zahlt die Krankenversicherung das so genannte Krankentagegeld an den Versicherungsnehmer. Das Krankentagesgeld muss im Rahmen der PKV separat vereinbart werden. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung gilt bei der PKV während der Genesungsdauer keine Beitragsfreiheit.
  • Stationäre Tarife: Die Kosten, die durch Unterkunft, Pflege und ärztliche Behandlung in einem Krankenhaus entstehen, sind abgedeckt. Für die Unterbringung im Krankenhaus sowie die medizinische Betreuung auf möglichst hohem Niveau, kann der Versicherungsnehmer sich innerhalb dieses Tarifs entscheiden, ob er Wert auf Chefarztbehandlung und die Unterbringung im Einzelzimmer legt.
  • Zahnleistungen: Kosten für Zahnbehandlung, Zahnprophylaxe und Zahnersatz sowie für kieferorthopädische Maßnahmen werden ersetzt. Die Leistungshöher bestimmt der Versicherte bei Versicherungsabschluss selbst, so dass keine unliebsamen Kostenüberraschungen aufkommen.

Wenn Sie am Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung interessiert sind, helfen wir Ihnen gerne. Zur Vorabinformation vergleichen Sie mit unserem Vergleichsrechner die Tarife online.